Was sind Schnullerzähne und wie werden sie korrigiert?

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Schnullerzähne entstehen, wenn Milch- oder bleibende Zähne nach vorne kippen, Lücken bilden oder die Kieferentwicklung durch langanhaltenden Schnullergebrauch oder Daumenlutschgewohnheiten gestört wird. Obwohl dies in der Bevölkerung häufig vorkommt, glauben viele Familien, dass sich diese Veränderungen „mit dem Wachstum des Kindes von selbst korrigieren“, was den Behandlungsprozess verzögert.

Wenn durch Schnullergebrauch verursachte Zahnfehlstellungen jedoch nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie zu dauerhafter Kieferverengung, Platzmangel, Mundatmung, Schlafproblemen, Sprachstörungen und Bissproblemen führen.

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Früherkennung und der richtige kieferorthopädische Ansatz können dieses Problem vollständig verhindern. Die Kieferentwicklung bei Kindern ist zwischen 6 und 8 Jahren besonders aktiv. Durch die Korrektur von Gewohnheiten und gezielte kieferorthopädische Anleitung in diesem Zeitraum können spätere Zahnspangen sogar überflüssig werden.

Was verursacht Schnullerzähne?

  • Langanhaltender Schnullergebrauch
  • Daumen- / Fingerlutschgewohnheiten
  • Schlafen mit der Flasche in der Nacht
  • Übermäßiger Flaschengebrauch und negativer Munddruck

Ein Schnuller kann in der Säuglingszeit ein Beruhigungsinstrument sein; jedoch verändert die längere Nutzung nach dem 2. Lebensjahr die natürliche Wachstumsrichtung des Oberkiefers. Die oberen Vorderzähne bewegen sich nach vorne, der Unterkiefer kann zurückbleiben, und es kann ein offener Biss entstehen (die Vorderzähne berühren sich beim Zusammenbeißen nicht).
Dieser Zustand kann später sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme verursachen.

Langanhaltender Schnullergebrauch stört die korrekte Kieferentwicklung und kann zu dauerhaften kieferorthopädischen Problemen führen.

Wie lassen sich Schnullerzähne erkennen?

Familien bemerken in der Regel folgende Anzeichen:

  • Winkelveränderungen und nach außen geneigte obere Vorderzähne
  • Lücken zwischen den Zähnen
  • Unterkiefer erscheint zurückliegend
  • Schwierigkeiten beim Beißen und Kauen
  • Zungenstoß, Sprachprobleme, Probleme mit den Lauten „s“ und „t“
  • Daumen- / Schnullersuchverhalten

Kinder beginnen möglicherweise, durch den Mund zu atmen, und Schnarchen oder Mundtrockenheit in der Nacht kann auftreten. Dies kann später die Kiefermuskulatur, die Gesichtsästhetik und die Atmung beeinflussen.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Der Behandlungsprozess wird nach dem Alter des Kindes, der Schwere der Gewohnheit und der Kieferstruktur geplant.
Der erste Schritt ist in der Regel Aufklärung über das Abgewöhnen der Gewohnheit und elterliche Anleitung. Falls nötig, werden Abgewöhnungsgeräte, myofunktionelle Übungen und frühzeitige kieferorthopädische Apparaturen eingesetzt.

Bei jüngeren Kindern kann das einfache Abgewöhnen des Schnullers dem Kiefer erlauben, sich von selbst zu korrigieren; in fortgeschrittenen Fällen können jedoch Dehnungsgeräte oder eine Behandlung mit transparenten Alignern erforderlich sein.

Wenn Mundatmung mit der Situation einhergeht, ist eine HNO-Untersuchung unerlässlich, da kieferorthopädische Behandlung allein nicht ausreicht, wenn eine Nasenblockade vorliegt.

Wann sollte der Schnuller abgewöhnt werden?

Experten empfehlen allgemein, die Schnullerbenutzung zwischen 18 und 24 Monaten zu beenden.
Wenn die Gewohnheit nach dem 2. Lebensjahr fortbesteht, kann die Kieferentwicklung negativ beeinflusst werden.
Der ideale Ansatz ist:

  • Nach dem 1. Lebensjahr die Schnullerbenutzung schrittweise reduzieren
  • Zwischen 18 und 24 Monaten vollständig einstellen

Während dieses Prozesses verringert eine allmähliche psychologische Umstellung anstelle eines abrupten Absetzens das Risiko, dass das Verhalten erneut auftritt.

Wie verläuft der Korrekturprozess?

Nach dem Abgewöhnen des Schnullers beginnen sich die Zähne in leichten Fällen von selbst zu korrigieren.
Wenn jedoch die Kieferentwicklung beeinträchtigt ist, ist orthodontische Unterstützung erforderlich. Jeder Fall ist unterschiedlich, und eine frühzeitige Untersuchung bietet einen erheblichen Vorteil.

Eine frühzeitige Behandlung kann zukünftige Zahnspangen oder chirurgische Eingriffe verhindern.

Richtige Ansätze, die zu Hause angewendet werden können

Wichtige Richtlinien:

  • Schnullergebrauch allmählich reduzieren
  • Das Einschlaffläschchen-Gewohnheit stoppen
  • Bei Nasenverstopfung eine Untersuchung durchführen lassen
  • Daumenlutschen spielerisch umleiten

Was unbedingt vermieden werden sollte:

  • Dem Kind Vorwürfe machen oder es beschämen
  • Den Schnuller abrupt entfernen und Stress verursachen
  • Abwarten mit der Einstellung „es wird sich sowieso von selbst korrigieren“

Wenn das Verhalten des Kindes einfühlsam begleitet wird, verläuft der Prozess komfortabler und die orale Entwicklung bleibt erhalten.

Schnullerzähne können bei früher Erkennung vollständig korrigiert werden, sodass eine gesunde Kieferentwicklung möglich ist. Auch die Entwicklung des Lächelns, die Sprachfunktion und die Atemgewohnheiten werden positiv beeinflusst. Daher sind elterliche Beobachtung, frühzeitige Untersuchung und der richtige kieferorthopädische Ansatz die wertvollsten Schlüssel in diesem Prozess.

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